Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV)

Betriebliche Direktversicherung (in der Form seit dem Jahr 2005)

Im Durchführungsweg Direktversicherung schließt der Arbeitgeber eine Rentenversicherung auf das Leben der angestellten Arbeitnehmer/in ab. Die Beiträge können allein vom Arbeitgber, allein von der Arbeitnehmer/in oder gemeinsam von beiden gezahlt werden. Die zulässigen Höchstbeiträge zur Direktversicherung erhöhen sich im Regelfall jedes Jahr. Im Jahr 2018 können bis zu 260 € im Monat (3.120 € pro Jahr) steuer- und sozialversicherungsfrei eingezahlt werden. Zusätzliche 260 € monatlich (3.120 € jährlich) können eingezahlt werden. Ab 2019 muss der Arbeitgeber verpflichtend einen BRSG Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 15% für Neuverträge zahlen. Für bestehende Verträge gilt diese Pflicht erst ab dem Jahre 2022. Die Verpflichtung besteht nur insoweit der Arbeitgeber aus den Einzahlungen Sozialversicherungsbeiträge spart. Die Regelung findet sich im Betriebsrentenstärkungsgesetz, das 2018 inkraft getreten ist. Mehr zum Thema BRSG 2018 finden Sie hier in unserem Blog.

Die späteren Auszahlungen müssen beim Zufluss versteuert werden. Gesetzlich krankenversicherte Rentner zahlen darüber hinaus den vollen Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung. Direktversicherungen, die vor dem Jahre 2005 abgeschlossen wurden konnten auch reine Kapitallebensversicherung ohne Verrentung sein. Die Aufwendungen wurden pauschal versteuert, dafür waren die späteren Leistungen daraus bei Einmalauszahlung steuerfrei bzw. wurden die Renten nur mit dem Ertragsanteil versteuert.

Die betriebliche Pensionskasse

In der Praxis gibt es kaum noch Unterschiede zwischen der Direktversicherung und der betrieblichen Direktversicherung in der Form ab dem Jahre 2005. Die Pensionskasse ist in Deutschland eine rechtlich selbständige Einrichtung zum Zwecke der betrieblichen Altersversorgung.

Die betriebliche Unterstützungskasse

Die betriebliche Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung von mehreren Trägerunternehmen. Diese übernimmt für die Arbeitgeber (Trägerunternehmen) die Verwaltungsprozesse im Zuge der betrieblichen Altersvorsorge.  Der Arbeitgeber als Trägerunternehmen der Unterstützungskasse führt die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge als Zuwendungen an die Unterstützungskassen ab.

Der Pensionsfonds

Der Pensionsfonds ist eine unabhängige und selbstständige Versorgungseinrichtung. Sie unterliegt der staatlichen Aufsicht. Die Altersvorsorgeleistungen des Pensionsfonds werden für die Arbeitnehmer/innen  durch Pensionspläne geregelt. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber an den Pensionsfonds abgeführt. Die Beiträge können vom Arbeitgeber, der Arbeitnehmer/in durch Gehaltswandlung oder von beiden gemeinsam finanziert werden (Mischfinanzierung). Die späteren Versorgungsleistungen müssen in Form von lebenslangen Rentenzahlungen erbracht werden (anders als in den anderen Durchführungswegen, in denen grundsätzlich auch Kapitalleistungen möglich sind)

Die Pensionszusage (auch Direktzusage)